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DIE SIEGER
Die Finalisten 2008
und ihre Songs
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6. ACOUSTIC SONG CONTEST
Die Sieger 2008:
Pulz
 
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AvU/ZOL 31. Oktober / 01. November 2008
Pulz Sieger 2008
© «Der Zürcher Oberländer» / «Anzeiger von Uster»
Uster Hohes Niveau bei Wettbewerb
Ein heisser Abend
Zum sechsten Mal wurde der ACOUSTIC SONG CONTEST durchgeführt. Neun Bands gaben im Stadthofsaal ihre Lieder zum Besten
 
Rund 50 Musiker und Musikerinnen standen am letzten Mittwochabend im prallgefüllten Ustermer Stadthofsaal  in den Startlöchern, um einem musikbe-geisterten Publikum ihren besten Song zu präsentieren. Und es ging um viel. Der Siegerband, die durch das Publikum und eine Fachjury gekürt wird, winkt jedes Jahr ein riesiges Preis-Bouquet, das das Herz jedes Künstlers höher schlagen lässt.
 
Feurige Überraschungen
Der ganze Abend stand in diesem Jahr unter dem Motto „Heisse Songs“, und so präsentierte sich der Saal in feurigem „Feuerwehr-Ambiente“. Absperrgitter, Faltsignale, eine Feuerwehr-Rikscha und Schaufensterpuppen in Feuer-wehrschutzkleidung waren nur einige Hingucker, was den beiden Veranstaltern Marisa und Walti Dux viel Raum gab, witzig und humorvoll durch den Abend zu führen. Comedy-Einlagen, tolle Songs und kurze Interviews folgten sich in lockerem Wechsel, und das neckisch-zänkische Geplänkel des Moderatorenpaars sorgte für viele Lacher und Schenkelklopfer. Aber auch die Bands taten das Ihre, um das begeisterte Publikum in ihren Bann zu ziehen, und die Wettbewerbssongs liessen die Herzen der Zuhörer richtiggehend entflammen.
 
Schweizer Bands
Das wie immer sehr faire Publikum liess sich nur zu gerne zeigen, was die Schweiz an talentierten Songschreibern zu bieten hat, und jede Band wurde mit einem tosenden Applaus für ihren Auftritt belohnt. Den weitesten Weg hatte sicher Marco Zappa und Band, der eigens aus Bellinzona nach Uster gekommen war, um mit seinen wunderschönen Melodien die Zuhörer zu verzaubern. Ein Profi durch und durch, der sich in die Herzen der Zuschauer sang, und am Schluss zusammen mit Migu Zweiter wurde. Der Sänger von Migu überzeugte durch eine einzigartige stimmliche Brillanz, und der Song der St. Galler Band ist ein echter Ohrwurm. Me And The Rest rockten in ACDC-Manier über die Bretter und die Motorsägen-Stimme von Jürg Theiler riss das Publikum regelrecht von den Stühlen. Girl In A Band überzeugte mit jugendlicher Frische, und auch die Aargauer Deteil heizten mit ihrem Song „Nur Du“ so richtig ein.
 
Verschiedene Stile
Andere Töne gabs von Deep Trip. Emotionalität und Energie und eine einzigartige Bühnepräsenz zeichneten ihren ganz besonderen, durch Violine und Cello begleiteten Auftritt aus. Rick Taylor bewies mit seiner Band Hot Springs grosse Professionalität und ein feines Händchen für Melodien mir Ohrwurm-Charakter. Nach einer spannenden und witzigen Show im Zwölfminutentakt standen die Sieger schliesslich fest.  Der Spezialpreis ging an Calabro, die mit ihrem rockigen Folksound den Love Ride 09 eröffnen werden. Calabros Sound hatte etwas wunderschön Melancholisches und überzeugte die Love-Ride Jury sofort. ACOUSTIC  SONG CONTEST-Sieger schliesslich wurden die Regensdorfer Pulz. (Der AvU berichtete) Jury und Publikum waren sich am Ende einig: Es war ein Abend der Spitzenklasse, der musikalisch nahezu keine Wünsche offen liess, und allen neun teilnehmenden Bands gehörte der fast nicht enden wollende frenetische Schlussapplaus.
  
Pulz Sieger 2008 >Bildergalerie von easypictures.ch<
Die Band Pulz machte im Acoustic 2008 das Rennen. (k)
© «Der Zürcher Oberländer» / «Anzeiger von Uster»
Neun Bands begeisterten das Publikum am Acoustic Song Contest mit Musik auf hohem Niveau
Erhöhter «Pulzschlag» trotz Kamillentee
Am Mittwochabend fand der sechste Acoustic Song Contest im Stadthofsaal in Uster statt. Pulz aus Regensdorf konnten sich gegen acht weitere Finalisten durchsetzen.

Roland Signer
«Wir machen nicht einen auf Rockstar, darum gab es heute Morgen keinen Champagner zum Frühstück.» Oliver M. Richard hat mit seiner Band Pulz am Mittwochabend den Acoustic Song Contest gewonnen und ist dann, anstatt zu feiern, nach Hause gefahren. Schliesslich mussten er und seine Kollegen tags darauf wieder ihrem Broterwerb nachgehen. So unspektakulär kann das Dasein als Rockmusiker sein. Bei Pulz ist dieses unspektakuläre Programm, die fünf Männer aus dem Umkreis Zürich geben sich ganz natürlich. Da ist nichts von übertriebener urbaner Coolness zu spüren, sie wirken eher wie Lokalhelden der Landjugend.

Starthilfe für die Musiker

Der Acoustic Song Contest wird seit dem Jahr 2003 von Walti und Marisa Dux durchgeführt. Dieses Jahr haben sich 152 Band angemeldet, von denen dann neun für das Finale ausgewählt wurden. Dieses Finale fand am Mittwochabend im vollen Stadthofsaal in Uster statt. Jede Band musste zwei Songs zum Besten geben, wovon der Zweite von einer Jury und vom Publikum benotet wurde. Dabei war es Pflicht, die Lieder unplugged, also mit akkustischen Instrumenten, vorzutragen. Den Gewinnern winkte ein Preis in Form eines Pakets, das in etwa all das beinhaltet, was für den Karrierestart einer Band von Vorteil ist: 14 Tage Airplay auf Radio Zürisee, ein Auftritt am Open Air Hoch-Ybrig, Video-Clip-Dreh, Foto-Shooting sowie eine Live-Aufnahme vom Finalauftritt.

Wettkampfspezialisten

Um halb zwölf Uhr abends standen Pulz als Sieger des Anlasses fest. Mit ihrem Song «Standing (On the Northern Shore of No Man’s Land)», erhielten sie vom Publikum wie von der Jury Bestnoten. Dabei dürften der süffige Bandsound aus Rock- und Popmusik und die Entertainerqualitäten von Sänger Richard zur Wahl geführt haben. Für das nötige Wohlfühlklima des Frontmanns sorgten ein Kamillentee vor dem Auftritt und die positive Wettbewerbsatmosphäre innerhalb der Konkurrenz.«Ich kann ein rechtes Sensibelchen sein, wenn die Stimmung nicht gut ist», sagt Richard. Beim Battle of the Bands im Abart Club sei der Wettkampf mit den Ellenbogen geführt worden. Nichtsdestotrotz haben Pulz den Contest im Jahr 2006 gewonnen.

Harmonien im Studio

Mit dem Preisgeld im Sack und dem guten Rat von Roman Camenzind im Hinterkopf entrümpelten Pascal Schenk, Urs Stark, Daniel Achermann, Philipp Wyssling und Oliver M. Richard ihren Bandraum in Regensdorf, um ihre Instrumente in Basel und Maur aufzubauen und ihr erstes Album aufzunehmen. Produziert wurde das Debüt von Yann Rouiller und Christian Buchner. «Während den Aufnahmen in den Baselcity-Studios hat eine coole Atmosphäre geherrscht», beschreibt Richard die Stimmung. Sie hätten zum ersten Mal in ihrer gemeinsamen Bandzeit mehrere Tage zusammengelebt. Die Studioarbeiten zu «Sirens’ Silent Song», so der Name des Werks, seien problemlos verlaufen. Einzig die Wanzen im Hotelbett hätten bei der Hälfte der Band für grossen Unmut gesorgt. Laut Richard kommt das Debüt eher poppig daher, die rockigen Töne seien auf dem Album etwas in den Hintergrund verlegt worden.

Der Anfang einer Karriere?Pulz sind auf der Suche nach einem Label für ihren Erstling. «Wir haben das Album einfach an alle Plattenfirmen verschickt», erklärt Richard. Die Hälfte hätte sich daraufhin bei ihnen gemeldet und sich interessiert gezeigt. Angesichts der darbenden Musikindustrie ist diese Zahl mehr als schmeichelhaft. Wenn das so weitergeht, dürfte nichts mehr gegen ein gelegentliches Champagnerfrühstück sprechen.

 

Die Band Pulz mit mehreren Oberländer Musikern setzte sich im Ustermer Stadthofsaal gegen acht weitere Finalisten durch. Pulz bekamen für ihren sympathischen Auftritt mit rockigem Popsound sowohl von der Jury als auch vom Publikum Bestnoten.