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Acoustic Finale 9

31. August 2006

Acoustic-Abend im Ustermer Qbus mit qualitativ hoch stehender Musik

Giacopuzzi-Project

 

Geballtes Finale mit buntem Mix

Spannend war das diesjährige Acoustic-Finale im Ustermer Qbus. Äusserst knapp, aber verdient siegte das Giacopuzzi-Project. Damit stehen die Teilnehmer des Acoustic Song Contest 2006 fest.


Jean-Claude Goldschmid

Grosse Finalstimmung herrschte im Ustermer Qbus am Mittwochabend. Der Saal war voll bis auf den letzten Platz, da die fünf Finalisten beträchtliche Fangemeinden mitbrachten. Mit Piggnigg aus St. Gallen, dem interkantonalen Giacopuzzi-Project, dem Wetziker Just Me alias Daniel Kunz, der Richterswiler Singer/Songwriterin Jacqueline Blouin mit Band sowie der Zürcher Kombo Mildn waren sämtliche Siegerbands der vergangenen Austragungen dabei.

Hohes musikalisches Niveau
Der Qbus erlebte dementsprechend einen der besten Acoustic-Abende, die es je gab. Das musikalische und textliche Niveau war durchwegs sehr hoch, und so war es kein Wunder, dass der Entscheid des Publikums wieder hauchdünn war. Mit nur wenigen Stimmen Differenz entschied das dem Umfeld der St. Galler Jazzschule entstammende Giacopuzzi-Project rund um den Schlagzeuger, Komponisten und Bandleader Reto Giacopuzzi den Sieg schliesslich für sich.

Seine einzigartige Mischung aus komplexen, griffigen Jazzmelodien, fast musicalhaften Choreografien und der geballten Stimmkraft der drei Leadsängerinnen Vera Rudolf von Rohr, Flavia Zucca und Iris Frei vermochten am meisten Abstimmende zu überzeugen.

Jeder hätte einen Preis verdient
Die verschiedenen Interpreten und Interpretinnen dieses Abends waren indes so unterschiedlich, dass wohl jeder Formation ein Preis gebührt hätte. Piggnigg aus St. Gallen überzeugten mit ein wenig an Mani Matter oder Stiller Has erinnerndem Mundartrock für Fortgeschrittene mit viel textlichem Witz, Biss und einer Vorliebe fürs schräge Wortspiel. Die kanadischstämmige Jacqueline Blouin erwies sich ihrerseits nicht nur als die stärkste Stimme des Abends, sondern ist auch die Einzige, die bereits am internationalen Ruhm geschnuppert hat.

Mildn boten ihrerseits mitreisseinden, eingängigen Rock pur in bester Rolling-Stones-Tradition, sodass einfach jede und jeder im Saal mitklatschen musste. Und Daniel Kunz ist sowieso ein absolutes Unikat. Seine lediglich zur akustischer Gitarre vorgetragenen, verträumten Balladen scheinen einer Soundgalaxie zu entstammen.

Song-Contest-Teilnehmer
Somit stehen die Teilnehmer des diesjährigen Acoustic Song Contest fest, der am 25. Oktober im Ustermer Stadthofsaal über die Bühne gehen wird: Es sind dies neben dem Giacopuzzi-Project Deean, Ray, Sweepline, Kurt Ackermann, Poker Alice, Prakesh, Danah sowie Jacqueline Blouin, die von den Veranstaltern und deren Medienpartnern ebenfalls ausgewählt wurden.

Was aber wäre ein Acoustic-Anlass ohne Marisa und Walti Dux, die Preisträger des Kulturpreises der Stadt Uster 2006. Sie interviewten nicht nur jede Band nach dem Auftritt mit ebenso humorvollen wie geistreichen Fragen; Walti stellte die Auftretenden auch traditionsgemäss jeweils mit einem Waltigramm vor, für die er dieses Mal unter anderen Offsprings-Punk-Klassiker Self Esteem verulkte. Und vor dem Auszählen der Stimmen stellte er noch seinen neusten Comedy-Song vor.

 

Erschienen am Freitag, 01. September 2006 © «Der Zürcher Oberländer» / «Anzeiger von Uster»

Seit 1999 - seit es ACOUSTIC gibt - zeigt das Züri Oberland, dass hier ein Ort ist, wo es von talentierten Musikern und Musikerinnen nur so wimmelt. Mittlerweile ist ACOUSTICs Ruf aber auch übers Schnebelhorn und den Albis hinausgeeilt, und immer mehr Bewerbungen stammen aus angrenzenden Kantonen oder manchmal sogar aus dem Ausland, wobei für die Organisatoren Marisa und Walti Dux aber immer gilt: „Zerscht chunnt oises Züri Oberland!“